Weshalb ein Schulprojekt in Bangladesch?

Die Analphabetenquote beträgt in Bangladesch mehr als 50 %. Zwar ist ein Besuch der staatlichen Schule kostenlos, jedoch müssen die Eltern Schulbücher, Unterrichtsutensilien und die Schuluniform selbst bezahlen. Zudem benötigen die Kinder oftmals zusätzlichen Unterricht, da die Eltern selbst nicht lesen und schreiben können und somit nicht in der Lage sind, ihren Kindern beim Lernen zu helfen. Zusätzlicher Unterricht kostet Geld.

 

Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Schulbesuch eines Kindes auf ca. 100 Euro im Jahr. Für die Eltern, deren Einkommen gerade ausreicht, um die Familie mit dem Allernotwendigsten zu versorgen, ist die Summe unmöglich aufzubringen. Ihre Kinder bleiben der Schule fern. Ohne Schulbildung haben die Kinder jedoch keine Möglichkeit, den zum Teil extremen Armutsverhältnissen zu entfliehen. Die Armut wird von Generation zu Generation weitervererbt.

Im Bild: Lehrerin mit Kindern

 

Zudem ermöglicht Bildung eine Teilhabe an der Gestaltung der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verhältnisse des Landes.

 

Bildung ermöglicht die Artikulation der eigenen Bedürfnisse und die Vertretung der eigenen Rechte. Bildung kann auch aufklärerischen Charakter besitzen und vor religiösem und politischem Fanatismus schützen.

 

So betonen zahlreiche GesprächspartnerInnen in Bangladesch, dass sie in der Förderung der Bildungsmöglichkeiten einen Schlüssel zur positiven Entwicklung in Bangladesch sehen.